Länderinfos Malediven

Tauchen

Tauchen und Schnorcheln Vermutlich ist die vielfältige und farbenfrohe Unterwasserwelt der Malediven für viele Menschen der Hauptgrund, einen Urlaub auf den Inseln zu verbringen. Zu den schönsten und sehenswertesten Dingen, die man am Meer sehen kann gehören sicher die komplexen Korallenriffe mit ihren zahlreichen bunten Bewohnern. Auch diejenigen, die nicht in der Lage sind zu Tauchen oder dies nicht wollen haben auf den Malediven die Möglichkeit beim Schnorcheln die herrliche Unterwasserwelt zu erleben und zu bewundern. Kaum ein anderes Ökosystem bietet so einen Reichtuma n verschiedenen arten wie ein Korallenriff. Nicht nur die verschiedensten Farben und Muster sondern auch die ausgefallensten Formen sind in diesen kleinen Wunderwerken der Natur vereint. tauchen1.jpg (110679 Byte)Die Unterwasserlebewesen, die für die Malediven die größte Bedeutung haben sind die Steinkorallen, die die Fähigkeit besitzen dem Meerwasser Mineralien zu entziehen. Da sie auch Kalk abscheiden verdanken die Malediven diesen Lebewesen ihre Existenz. 200 verschiedene Arten dieser Nesseltiere haben die Riffe der Malediven gebildet. Ein Polyp einer Steinkoralle ist nur wenige Millimeter groß und verbringt sein ganzes Leben in seinem Kalkkelch. Diese Lebewesen ernähren sich vom Zooplankton, der sich im Meerwasser befindet, allerdings tun sie dies meist nur bei Nacht, da sie zahlreiche Fressfeinde haben. Besonders wichtig für die Korallen sind die Zooxantellen, da diese Algen dafür sorgen, dass die Korallen überhaupt in der Lage sind Kalk abzusondern und ein Riff entstehen zu lassen. In der Regel wächst eine Koralle pro Jahr 2 bis 10 cm, allerdings hängt das Wachstum sowohl von den örtlichen Gegebenheiten als auch von der Art der Koralle ab. Neben den Steinkorallen die das Riff bilden gehören auch noch andere Lebewesen wie die Kalkrotalgen, verschiedenen Schwämme, andere Korallenarten und viele niedere Lebewesen den Lebensraum des Riffs. Immer wieder hört man von Riffen die angegriffen sind oder sogar zerstört wurden. Häufig ist dies auf eine bestimmte Seesternart zurückzuführen die den Namen Dornenkrone trägt zurück zu führen. In den letzten Jahren ist diese auch auf den Malediven vermehrt vertreten und frisst dort die Korallen ab. In der neueren Zeit tragen auch verschiedene Klimaereignisse und die globale Erwärmung dazu bei, dass den Korallenriffen und ihren Bewohnern das Leben wesentlich erschwert wird. Diese Bauwerke erscheinen zwar recht massiv und stabil, jedoch reagieren sie auf einige Dinge sehr empfindlich, auch wenn es sich eigentlich nur um Kleinigkeiten handelt. Im Moment allerdings bieten die Korallen der Malediven noch zahlreichen fischen und niederen Lebewesen ein sicheres zuhause. Zu den farbenprächtigsten Vertretern der Riffbewohner gehört auch der Kaiserfisch, der bis zu 30 cm groß werden kann. Auch der graue Doktorfisch mit seinem gelben Rand hat in etwa diese Größe. Die farbenfrohen Schmetterlingsfische hingegen sind nur etwa halb so groß. Auch sehr schön sind die Wimpelfische, die schwarz und gelb gestreift sind und eine verlängerte Rückenflosse besitzen. tauchen2.jpg (100899 Byte)Die Schaukelfische leben etwas versteckter. Sie lassen sich wie ein Blatt im Wind von der Strömung tragen und sind daher manchmal kaum zu erkennen. Auch viele andere Fische die im Riff leben sind teilweise nur schwer zu erkennen. Viele von ihnen sind regelrechte Nahrungsspezialisten und sind in der Lage sich auch ohne die Korallen deren Polypen sie nach Vorliebe fressen hervorragend zu ernähren. Jede der Arten die in einem Riff vertreten ist passt sich in ihrem Lebensraum und der Größe ihres Revieres perfekt an, so dass es zu keinerlei Komplikationen zwischen den verschiedenen Arten kommen kann. Viele Bewohner des Riffs nutzen die Verteidigungsmechanismen anderer Fische zu ihrem eigenen Vorteil, so beispielsweise die kleinen Krabben, die sich auf Seeigel setzen oder die Anemonenfische. Jedes Lebewesen hat im Riff seinen eigenen Platz an den es gehört und an dem es sich sicher und wohl fühlt. Für die Entstehung des sogenannten Korallensandes sind teilweise auch die Papageienfische verantwortlich, die die Korallen mit ihrem schnabelförmigen Mal annagen. Die Muränen leben in den Riffen in höhlen, auf Jagd gehen sie in der Regel erst gegen Abend. Zwar sind sie in der Regel kaum aggressiv, jedoch sollte ein gewisser Abstand zu ihnen gewahrt werden, da sie zuweilen Bisswunden hervorrufen können, die in der Heilung äußerst langwierig sind. Für Beobachtungen besonders interessant sind die Putzerstationen, da sich hier früher oder später alle Fische wieder einfinden. Selbst Raubfische wie zum Beispiel Haie müssen gelegentlich hierher kommen um sich von den lästigen Parasiten zu befreien. Der Putzer sucht den gesamten Körper der Fische nach Parasiten ab und frisst diese, selbst ins Maul der Raubfische kann er gefahrlos schwimmen um dieses von Parasiten zu befreien. In den Putzerstationen herrschte eigentlich immer Frieden zwischen allen verschiedenen Arten, nicht einmal die Revierkämpfe, die ansonsten überall ausgetragen werden finden hier statt. Alle Fische befinden sich hier im Einklang miteinander, dass sie durch das gemeinsame Ziel gereinigt zu werden vereint sind. Auch Kraken kann man im Riff mit etwas Glück entdecken. Diese Meister der Tarnung können allerdings ihre Farbe und Form in sekundenschnell ändern, was sie nahezu unfassbar macht, besonders wenn sie nicht gesehen werden wollen. Wenn man Delfine oder Wale antreffen will muss man sich allerdings ins freie Meer au0ßerhakb der Atolle begeben, wo man diese mit etwas Glück antrifft und beobachten kann. Natürlich gibt es auch giftige oder gefährliche Bewohner im Riff, die wenigsten stellen allerdings für Taucher oder Schnorchler eine Gefahr dar. tauchen3.jpg (112173 Byte)Lediglich auf den Steinfisch der nur sehr schwer auszumachen ist sollte man sehr gut acht geben, da sein Gift bei empfindlichen Menschen durchaus den Tod zur folge haben kann, was natürlich nicht gerade sehr wünschenswert ist. Auch verschiedene Rochen sind durchaus in der Lage mit ihren Stacheln einem Menschen äußerst schmerzhafte Wunden zuzufügen. Besser sollte man auch die Nacktschnecken nicht berühren, die aufgrund ihrer zahlreichen Fressfeinde meist giftig sind, hierbei ist zu beachten, dass die buntesten meist auch die gefährlichsten sind. Sollte jemand mit einer Weichkoralle oder Anemone in Berührung kommen ist dies kein Grund zur Aufregung. Ein wenig Essig oder Zitronensäure reicht zur Behandlung der Schmerzen meist völlig aus. Selbstverständlich sollten verantwortungsbewusste Menschen beim Schnorcheln oder Tauchen in einem Riff nach Möglichkeit so wenig wie möglich berühren oder gar anfassen. Leere Schneckengehäuse sehen zwar sehr hübsch aus, allerdings sollte man bedenken, dass man wenn man sie mit nimmt den kleinen Einsiedlern die Möglichkeit auf ein neues Heim nimmt. Jeder Besucher des Riffs sollte immer bedenken, dass er hier lediglich ein Gast ist, der von den eigentlichen Bewohnern wohlwollend geduldet wird.